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Neue OZ: Kommentar zu Musik
Theater
Streiks

    Osnabrück (ots) - Frage der Wertschätzung

    Wieder einmal sind die Leidtragenden diejenigen, die am wenigsten dafür können: das Publikum. Das bekommt lediglich die Auswirkungen der Orchesterstreiks mit - wenn sie in der Oper oder im Konzert feststellen müssen, dass die Vorstellung ausfällt. Oder wenn statt des üppigen Klangs aus dem Graben nur ein armseliges Klavier den Gesang der Operndarsteller untermalt - und sich die Zuhörer auf einer Klavierhauptprobe wähnen.

    Selbst Theaterleiter stellen die Forderungen der Orchestermusiker gern als überzogen dar und verweisen gern auf die im Vergleich zu den Schauspielern und Sängern üppige Bezahlung. Doch die Argumentation müsste umgekehrt verlaufen: Nicht das - vergleichsweise - gute Gehalt der Musiker ist ein Skandal, sondern das der Darsteller, die rund um die Uhr proben und spielen und dafür wie Hilfsarbeiter entlohnt werden. Auch geht es den Orchestermusikern nicht nur ums Geld. Ordentliche Bezahlung ist ein Zeichen der Wertschätzung - für die Arbeit, die sie tagtäglich im Orchestergraben und auf dem Konzertpodium leisten.

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