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Neue OZ: Kommentar zu USA
Wahlen

    Osnabrück (ots) - Abgang mit Anstand

    Der Kriegsheld John McCain hat seine größte Schlacht verloren, aber mit Anstand. Der Vietnam-Veteran und ewige Querdenker der Republikaner zollte im Moment seiner Niederlage Barack Obama respektvolle Anerkennung und nannte ihn nicht länger Rivalen, sondern seinen neuen Präsidenten.

    Dass der liberale 72-Jährige dafür in der Wahlnacht vereinzelt Buhrufe aus seinem eigenen Lager erhielt, zeugt vom Geist Ewiggestriger, der leider noch immer Teile des rechten Flügels der Republikaner beseelt. Sarah Palin sollte Erzkonservative, radikale Abtreibungsgegner und diejenigen einfangen, die Homoehen für Teufelszeug halten. Das kommt nicht nur in der Mitte der US-Gesellschaft schlecht an. Auch die Republikaner im Flügel der Wirtschaftsliberalen dürfte die Gouverneurin aus Alaska Nerven gekostet haben. Nicht zuletzt, weil sie zur wichtigsten Frage im Wahlkampf wenig zu sagen hatte: Wie die große Wirtschaftskrise zu lösen ist.

    Die Republikaner haben viele Steuererleichterungen für Spitzenverdiener und Konzerne durchgesetzt, aber Selbstständige, Arbeiter und Angestellte aus den Augen verloren. Sie haben daher nicht nur wegen des Irak-Kriegs des unbeliebten US-Präsidenten George W. Bush verloren. Nun müssen sie sich personell und inhaltlich erneuern. Die harten Oppositionsbänke sind dafür der richtige Ort. Wandel kann die US-Rechte gebrauchen.

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