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Neue OZ: Kommentar zu Russland
USA
Verteidigung
Raketenschild

Osnabrück (ots)

Verkümmerte Reflexe
Wie fantasielos. Russlands macht- und sicherheitspolitische 
Reflexe verkümmern zum Althergebrachten: Waffen, Waffen, Waffen. So 
sollen demnächst Iskander-Kurzstrecken-Raketen an die Grenzen der 
NATO, um Balten und Polen einzuschüchtern und den Amerikanern die 
Verletzlichkeit ihrer in Polen und Tschechien geplanten 
Flugkörperabwehr-Bestandteile vor Augen zu führen.
Wetten, dass hierzulande die Beschwichtiger und vermeintlichen 
Russland-Versteher wieder mit der falschen Erklärung aufwarten, 
Präsident Dmitri Medwedew müsse so handeln? Weil zehn amerikanische 
Abwehrraketen in Polen angeblich die Angriffsfähigkeit von gut 3000 
Atomwaffen Russlands zunichte machen. Und weil russische Ex-Kolonien 
wie Georgien in die NATO streben. Als ob die kein Recht hätten, ihre 
Bündnispartner frei zu wählen.
Nein, wem an guter Nachbar- oder gar Partnerschaft mit Russland 
liegt, der kann den Stationierungsbeschluss nur kritisieren. Denn der
verbaut den Weg zur Verständigung in Sachen US-Raketenschild. Vor 
allem aber treibt er die verschreckten Osteuropäer in noch mehr 
Sonderbünde mit den USA. Das engt russische Handlungsspielräume ein 
und geht letztlich auch zulasten der Einheit von EU und NATO.

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