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OZ: Kommentar zu CSU

    Osnabrück (ots) - Große Chance

    Horst Seehofer macht das einzig Richtige: Er setzt auf junge Talente, die der schwer angeschlagenen CSU ein neues und vor allem attraktiveres Gesicht verleihen. Das mag im Einzelfall danebengehen. Aber besser ein oder zwei Ausfälle und dafür auch ein paar neue Stars am weißblauen Polithimmel als Weiterwursteln mit der müden Truppe von Günther Beckstein und Erwin Huber. Denn diese hat in keinem Fall mehr Zukunft. Mutig und spannend sind vor allem zwei Entscheidungen Seehofers: Karl-Theodor zu Guttenberg als Generalsekretär und Ilse Aigner als neue Landwirtschafts- und Verbraucherministerin. Beide galten bislang als exzellente Nachwuchskräfte. Aber jetzt zählen keine Vorschusslorbeeren mehr. Sie müssen sich vom Start weg im ruppigen Getümmel der politischen Champions League - sprich Bund und für Aigner auch EU - behaupten. Mehr noch: Beide übernehmen Schlüsselpositionen, die wesentlich über Sieg oder Niederlage der CSU bei den Europa- und Bundestagswahlen 2009 mitentscheiden. Das ist ein enormer Erwartungsdruck. Entsprechend groß ist die Gefahr des Scheiterns - aber auch die Chance des Überraschungserfolgs und damit des großen persönlichen Karrieresprungs.

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