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Saarbrücker Zeitung: Bund bleibt bei Kostenübernahme für künstliche Befruchtung hart

Saarbrücken (ots) - Schlechte Nachrichten für Paare mit unerfülltem Kinderwunsch: Bei einer künstlichen Befruchtung werden sie auch weiterhin die Hälfte der Kosten tragen müssen. Wie die "Saarbrücker Zeitung" (Freitag) berichtet, hat die Bundesregierung jetzt dem Bundesrat eine Abfuhr erteilt, die volle Kostenübernahme durch die gesetzlichen Krankenkassen wieder einzuführen.

Bereits 2008 hatte die Länderkammer auf Initiative des Saarlands, Sachsens und Thüringens von der Regierung gefordert, die seit 2004 geltenden Regelungen zurückzunehmen. Die gesetzliche Krankenversicherung übernimmt seitdem nur 50 Prozent der Kosten für maximal drei Versuche. Außerdem haben nur Frauen im Alter zwischen 25 und 40 Jahren sowie Männer zwischen 25 und 50 Jahren Anspruch auf eine anteilige Kostenübernahme. Die Zahl der künstlichen Befruchtungen seien dadurch um die Hälfte gesunken, hatte die Länderkammer beklagt.

In der nun vorliegenden Stellungnahme der Regierung heißt es laut Zeitung, die Wiedereinführung der vollen Kostenübernahme "ist derzeit nicht geplant". Die Maßnahme habe auch dazu gedient, die Ausgaben im Bereich der versicherungsfremden Leistungen nicht "ausufern zu lassen." Der saarländische Gesundheitsminister Georg Weisweiler (FDP) sagte der Zeitung, er werde einen erneuten Vorstoß im nächsten Jahr prüfen. Das sächsische Gesundheitsministerium betonte, man werde in allen zuständigen Ministerkonferenzen weiter werben.

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