Alle Storys
Folgen
Keine Story von Saarbrücker Zeitung mehr verpassen.

Saarbrücker Zeitung

Saarbrücker Zeitung: Finanzminister Steinbrück sagt nach Verabschiedung der Schuldenbremse heftige Verteilungskonflikte voraus - "Kein Spielraum für Steuerentlastungen"

Berlin / Saarbrücken. (ots)

Nach der Verabschiedung der
Schuldenbremse im Bundesrat will Finanzminister Peer Steinbrück (SPD)
bis Ende dieses Monats eine bis 2013 reichende Finanzplanung vorlegen
und die neuen Schuldenregeln dabei berücksichtigen. Demnach darf der 
Bund ab 2016 nur noch 0,35 Prozent des BIP als neue Schulden 
aufnehmen. "Es wird in der neuen Legislaturperiode sicher zu heftigen
Verteilungskonflikten kommen, wenn der Bund ab dem Jahr 2011 die 
vorgeschriebenen Konsolidierungsschritte vollziehen muss", sagte 
Steinbrück der "Saarbrücker Zeitung" (Sonnabendausgabe). Die neue 
Schuldenregel helfe jedoch dabei, "das zu tun, was finanzpolitisch 
notwendig ist". Für "auf Pump finanzierte" Steuerentlastungen gebe es
"auf absehbare Zeit keinen Spielraum". Auf die Frage, ob Steuern 
erhöht werden müssten, um die Schuldenbremse einhalten zu können, 
sagte Steinbrück: "Steuererhöhungen sind in dieser Wirtschaftslage 
nicht weniger kontraproduktiv". Der Minister begrüßte, dass der 
Bundesrat der Grundgesetzänderung zustimmte. "Wir haben damit die 
Chance genutzt, die uns die politische Konstellation der großen 
Koalition in dieser Legislaturperiode geboten hat". Die 
Schuldenbremse helfe, das Vertrauen der Bürger, der Wirtschaft und 
der internationalen Finanzmärkte in die langfristige Solidität der 
öffentlichen Finanzen Deutschlands zu sichern. Er sei überzeugt, dass
die Regel keinen unzulässigen Eingriff in die Haushaltshoheit der 
Länder darstelle. "Einer Klage würde ich daher gelassen entgegen 
sehen".

Pressekontakt:

Saarbrücker Zeitung
Büro Berlin

Telefon: 030/226 20 230

Original-Content von: Saarbrücker Zeitung, übermittelt durch news aktuell

Weitere Storys: Saarbrücker Zeitung
Weitere Storys: Saarbrücker Zeitung