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Saarbrücker Zeitung: Grüne wollen für die Nutzung der Flugbereitschaft die Etats der Ministerien belasten

    Saarbrücken (ots) - Die Bundesministerien sollen nach dem Willen der Grünen die Nutzung der Flugbereitschaft künftig aus ihren eigenen Etats bezahlen. "Eine solche Regelung wird dazu führen, dass die Flugbereitschaft erst dann eingesetzt wird, wenn es auch wirklich notwendig ist", sagte der Haushaltsexperte der Grünen, Alexander Bonde, der "Saarbrücker Zeitung" (Dienstagausgabe).

    Bislang würden die Flüge über das Verteidigungsministerium abgerechnet, betonte Bonde. Diese vermeintlich kostenlose Verfügbarkeit der Flugbereitschaft setze anscheinend Fehlanreize. "Das ist für den Steuerzahler meist die teuerste Variante", so Bonde mit Blick auf die umstrittene Nutzung der Flugbereitschaft durch Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU). Die Ministerien sollten deshalb künftig die Kosten aus den eigenen Reiseetats bestreiten. "Schavans Ministerium hätte dann sicherlich dreimal darüber nachgedacht, ob man für eine Strecke von 146 Kilometern über 26000 Euro ausgibt."

    Bonde sprach sich auch dafür aus, die Flugbereitschaft von Bonn nach Berlin zu verlagern. "Massenhafte Transferflüge" würden dadurch deutlich gemindert. "Das spart Kosten und reduziert den CO2-Ausstoß", so der Grüne.

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