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Saarbrücker Zeitung: Momper weist Einmischung der Bundesregierung mit Blick auf Obama-Auftritt zurück - Kanzlerin habe keine Kompetenz

Saarbrücken (ots) - Im Streit um eine mögliche Rede des US-Präsidentschaftskandidaten Barack Obama am Brandenburger Tor hat sich der Präsident des Berliner Abgeordnetenhauses, Walter Momper (SPD), gegen die Einmischung der Bundesregierung verwahrt. Momper sagte der "Saarbrücker Zeitung" (Freitagausgabe): "Die Bundesregierung oder die Bundeskanzlerin hat da keine Kompetenz." Er würde es begrüßen, wenn Obama am Brandenburger Tor spreche: "Das ist eine große Referenz für Deutschland und Berlin", meinte der ehemalige Regierende Bürgermeister. Das Brandenburger Tor sei "keine heilige Stätte". Auch würden der Senat und das zuständige Bezirksamt darauf achten, "wer da was macht und wer nicht." Den Vorbehalt, dass bisher nur gewählte Präsidenten am Brandenburger Tor gesprochen hätten, kenne er nicht. "Das hat die Bundesregierung sich wohl einfallen lassen. Die Stadt Berlin hat diesen Vorbehalt jedenfalls noch nie gehabt", so Momper. Zugleich kritisierte er, dass ein Auftritt Obamas nur auf ein reine Wahlkampfschau reduziert werde: "Das ist es auch. Aber umgekehrt weiß der Mann, da gibt es Europa, da gibt es Berlin als Symbol der Teilung, und das schätze ich sehr hoch ein." Auch gegen ein Auftritt des republikanischen Präsidentschaftskandidaten John McCain hätte er nichts einzuwenden, sagte Momper der Zeitung. "Das kann doch jedem Amerikaner nur nutzen, die Gegend mal gesehen zu haben. Wir wollen doch auch lieber Präsidenten-Kandidaten haben, die wissen, wovon sie reden, wenn sie von Europa, Deutschland und Berlin sprechen." Pressekontakt: Saarbrücker Zeitung Büro Berlin Telefon: 030/226 20 230 Original-Content von: Saarbrücker Zeitung, übermittelt durch news aktuell

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