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Saarbrücker Zeitung: Emnid-Chef Schöppner empfiehlt SPD, wieder auf Müntefering zu setzen - "Beck hat Vertrauen verspielt"

Saarbrücken (ots) - Nach Einschätzung von Emnid-Chef Klaus-Peter Schöppner sollte die SPD zur Überwindung ihres Tiefs wieder auf den ehemaligen Parteivorsitzenden Franz Müntefering setzen. "Er ist authentisch und verkörpert die bei Beck schmerzlich vermisste Glaubwürdigkeit", sagte Schöppner der "Saarbrücker Zeitung" (Sonnabend-Ausgabe). Der amtierende Vorsitzende Kurt Beck habe "das größte Kapital, das ein Politiker in dieser Zeit haben muss, verspielt, nämlich Vertrauen", erläuterte Schöppner. Die Leute könnten sich nicht auf sein Wort verlassen. Als Beispiele nannte Schöppner den Streit über eine rot-rote Zusammenarbeit in Hessen und die Bundespräsidentenwahl. "Ich wüsste nicht, wie sich dieser Schaden reparieren lässt", so der Meinungsforscher. Nach Ansicht Schöppners kommt Müntefering auch für eine SPD-Kanzlerkandidatur in Frage. Mit Beck sei eine "Niederlage programmiert". Und bei Parteivize Frank-Walter Steinmeier sehe er das Problem, linksorientierte Wähler an die SPD zu binden. "Dadurch könnte die Linkspartei noch stärker werden", gab Schöppner zu bedenken. Pressekontakt: Saarbrücker Zeitung Büro Berlin Telefon: 030/226 20 230 Original-Content von: Saarbrücker Zeitung, übermittelt durch news aktuell

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