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Mitteldeutsche Kunststoffkompetenz präsentiert sich in Salzburg
POLYKUM gemeinsam mit Unternehmen auf der euroLITE 2008

Halle/Salzburg (ots) - Die aprocas GmbH, Barleben, sowie die DOMO Caproleuna GmbH, Leuna, präsentieren unter dem Dach der POLYKUM die mitteldeutsche Kunststoffkompetenz auf der 2. euroLITE, die vom 24. bis 26. Juni in Salzburg stattfindet. Die europaweit einzige Messe für Leichtbaukonstruktion erwartet in diesem Jahr 188 Aussteller aus zehn Ländern. Mit einem eigenem Stand vertreten ist auch das Süddeutsche Kunststoffzentrun (SKZ), mit Sitz in Halle/Saale und Würzburg, ebenfalls Mitglied bei POLYKUM, der Fördergemeinschaft für Polymerentwicklung und Kunststofftechnik in Mitteldeutschland.

"In Sachen Kunststoffe spielt Sachsen-Anhalt in der ersten Liga ganz vorne mit. Kaum ein anderer Standort weltweit bietet auf engstem Raum eine derart geballte Kompetenz in der Polymerentwicklung und Kunststofftechnik, in der Fein- und Spezialchemikaliensynthese oder in der Beschichtungstechnologie zur Oberflächenvergütung und -funktionalisierung", erläutert Wirtschaftsminister Dr. Reiner Haseloff die Standortvorteile im mitteldeutschen Chemiedreieck. Seit mehr als hundert Jahren bestimme die Chemie- und Kunststoffindustrie die wirtschaftliche Entwicklung im Süden des heutigen Sachsen-Anhalts. Der erste Farbfilm der Welt, die Kautschuksynthese, die ersten synthetischen Kunststoffe - alles sei hier gelungen. Heute schreibe die Branche wieder Erfolgsgeschichte. Unverändert hoch sei deshalb das Interesse von Investoren an Neu- und Erweiterungsinvestitionen im Land. "Der erfreuliche Trend der vergangenen Jahre setzt sich ungebrochen fort", stellt Wirtschaftsminister Haseloff fest. "Das Verarbeitende Gewerbe wächst mit hohem Tempo. Beim Zuwachs der Bruttowertschöpfung im Verarbeitenden Gewerbe liegt Sachsen-Anhalt 2007 mit 12,1 Prozent bundesweit auf Platz 2. Damit ist das starke Wachstum der Industrie auch statistisch belegt." Neben innovativen Branchen wie etwa die Gewinnung Erneuerbarer Energien seien es auch die traditionellen wirtschaftlichen Schwerpunktbereiche, in denen das Wirtschaftswachstum generiert werde. Dazu zählen die chemische Industrie sowie der Maschinen- und Anlagenbau. So steigerte sich der Umsatz der chemischen Industrie in Sachsen-Anhalt 2007 um 20,6 Prozent auf 6,1 Milliarden Euro.

"Besonders das konstante Wachstum bei Faserverbundwerkstoffen fällt positiv auf", bemerkt auch POLYKUM-Clustermanager Dr. Peter Lühe. "Dieses gilt es für die wirtschaftliche Entwicklung der Region zu nutzen." Zunehmend finden Faserverbundwerkstoffe als Hightech-Kunststoffe Einsatz im Automobil- und Elektronikbereich. Ein wesentlicher Grund dürfte hier in der zunehmenden Suche nach Gewichtseinsparungspotentialen liegen. So legte zum Beispiel laut einer Studie der JEC Composites der Verbrauch technischer Compounds seit 2002 jährlich um rund 5 Prozent auf 3,4 Millionen Tonnen in 2007 zu. Dieses Volumen entfiel ungefähr zu gleichen Teilen auf compoundierte Polyolefine (PO) und die Engineering-Compounds. Auch Kohlefaser-Anwendungen sind auf dem Vormarsch. Neben den bekannten Trends der vergangenen Jahre, die die Verwendung von Thermoplasten sowie von Natur- und Kohlefasern und die Verarbeitung in geschlossenen Systemen mit zweistelligen Wachstumszahlen ausweisen, berichtet die JEC-Group in der Studie "Structure and Dynamics of the Worldwide Composite Industry" über stark wachsende Produktionskapazitäten bei Kohlefasern. Im Hinblick auf den Umsatz umfasst der Markt weltweit gut eine Milliarde US-Dollar. Carbonfaser-Verbundwerkstoffteile (CFK), die unter Einsatz dieser Verstärkungsfasern hergestellt werden, nähern sich dem Umsatz nach dem Zehnfachen dieses Werts, berichtete der wöchentliche Branchendienst Kunststoff Information (KI), Bad Homburg, vergangene Woche. Bis 2012 soll der weltweite Carbonfasermarkt mit neuen Investitionen das Volumen auf zwei Milliarden US-Dollar nahezu verdoppeln."

Die aprocas GmbH, erstmals auf der euroLITE dabei, präsentiert ein Verfahren zur Herstellung von Prototypen und Kleinserien. Im Mittelpunkt der Präsentation steht das Polyamidgussverfahren, das es ermöglicht, hochwertige Bauteile aus Polyamid-6 mit Hilfe von Silikonformen zu fertigen. Dadurch kann die Fertigung von teuren Spritzgusswerkzeugen für kleine Stückzahlen entfallen. Das Hauptanwendungsgebiet ist die Fertigung von erprobungsfähigen Prototypen im Entwicklungsprozess. Komplexe Bauteile wie Zylinderkopfhauben, Ansaugmodule, Ölwannen oder Druckrohre können in nur 15 Arbeitstagen ausgeliefert werden. Ein weiterer Vorteil des aprocas-Polyamidgussverfahrens ist die Möglichkeit, mehrere Füllstoffe einzubringen und zu vergießen. Auf diesem Weg entstehen glas- bzw. kohlefaser-gefüllte Polyamid-6-Bauteile mit hervorragenden mechanischen Kennwerten. Die aprocas GmbH gehört zur citim-Gruppe, die auf die Fertigung von Prototypen und Kleinserien spezialisiert ist. Innerhalb der Firmengruppe liegt die Kernkompetenz von aprocas in der generativen Bauteilfertigung und der Fertigung von Bauteilen mittels Silikonformen.

DOMO® Chemicals ist ein Unternehmen im Bereich Nylon, Nylon-Intermediates und Polypropylen. Der Focus der Aktivitäten ist auf die wachsenden Segmente des Kunststoffmarktes gerichtet. Das Unternehmen betreibt Polymerisationsanlagen an den Standorten Leuna/Deutschland, Gent/Belgien und Premnitz/Deutschland. Die Integration im Bereich Caprolactam und Vorprodukte sichert DOMO® kontinuierlichen Zugang zu qualitativ hochwertigen Rohstoffen. Die Produktpalette der Domamid® Virgin grades umfasst Granulate für technische Kunststoffe sowie spezielle Spinngranulate für den Einsatz in der Faser- und Garnproduktion.

Hintergrund:

POLYKUM e.V. - die Fördergemeinschaft für Polymerentwicklung und Kunststofftechnik in Mitteldeutschland - wurde im September 2002 als Netzwerk für die Kunststoffbranche gegründet. Das Netzwerk POLYKUM umfasst zurzeit 85 Mitglieder, unter ihnen 16 Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen. Den größten Teil stellen Unternehmen aus Mitteldeutschland, daneben sind auch Firmen aus Hamburg, Nürnberg und dem Allgäu bei POLYKUM aktiv. Das Netzwerk ist offen für alle, die sich für den Wirtschaftsraum Mitteldeutschland interessieren, und daher werden derzeit auch verschiedene Ansiedlungsinteressen unterstützt, die die Branche weiter stärken sollen.

Pressekontakt:

POLYKUM e. V.
im mitz II,
Value Park, Geb. A 74
06258 Schkopau
Tel: +49/34 61/25 98 400
Fax: +49/34 61/25 98 405
kontakt@polykum.de
www.polykum.de
Ansprechpartner: Dr. Peter Lühe

aprocas GmbH
Steinfeldstraße 5
D-39179 Barleben
Tel. 039203 / 83122
Fax 039203 / 83189
Email: berkau@aprocas.de
www.aprocas.de
Ansprechpartner: Dipl.-Ing. Andreas Berkau

DOMO Caproleuna GmbH
Am Haupttor - Bau 3101
D-06234 Leuna
Tel.: +49 3461 43 2200
Fax: +49 3461 43 2220
E-Mail: caproleuna@domo.org
www.domochemicals.com

Süddeutsches Kunststoffzentrum
Halle
Ansprechpartnerin: Karina Heinze
www.skz.de

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