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Bei steigenden Heizkosten hilft der Heizungs-Check
Neues standardisiertes Inspektionsverfahren gibt Verbrauchern erstmals objektiven Überblick zu Einsparpotenzialen beim Heizen

Mit Hilfe des Heizungs-Checks können Verbraucher ihre komplette Heizungsanlage genau unter die Lupe nehmen lassen. Effizienz hemmende und damit Mehrkosten verursachende Problemzonen werden aufgedeckt. Nach DIN 4792 standardisiert und damit neutral, untersucht der Heizungs-Check sowohl den Heizkessel, die Dämmung der Rohrleitungen, die ...

Hamburg/Bonn (ots) - Heizen wird durch ständig steigende Energiepreise immer teurer. Aber in den meisten deutschen Heizungskellern schlummert noch ein ungeahntes Energieeinsparpotenzial, das recht einfach geweckt und ausgeschöpft werden kann. Wie das geht, zeigt der neue Heizungs-Check. Mit Hilfe des neuen Inspektionsverfahrens können Verbraucher zukünftig ihre komplette Heizungsanlage vom Fachhandwerk genau unter die Lupe nehmen lassen. Effizienz hemmende und damit Mehrkosten verursachende Problemzonen werden aufgedeckt. Nach DIN 4792 standardisiert und damit neutral, untersucht der Heizungs-Check sowohl den Heizkessel, die Dämmung der Rohrleitungen, die Regelungseinrichtungen der Heizkörper als auch die Systemabstimmung der gesamten Anlage im Gebäude. VdZ-Präsidentin Barbara Wiedemann beschreibt die Vorteile des Prüfverfahrens: "Nach der Untersuchung weiß der Hausbesitzer genau, ob seine Heizungsanlage effizient arbeitet oder wo sie unnötig viel Energie verschwendet. Der Heizungs-Check deckt auf, welche gezielten Modernisierungsmaßnahmen den Energieverbrauch und damit auch die Heizkosten erheblich senken können". Das neue Inspektionsverfahren dauert im Einfamilienhaus ca. eine Stunde, ist voraussichtlich ab Juni bundesweit über das geschulte Heizungsfachhandwerk verfügbar und wird nicht mehr als 100 EUR kosten.

Entwickelt wurde der Heizungs-Check von der Vereinigung der deutschen Zentralheizungswirtschaft (VdZ) in Zusammenarbeit mit dem Zentralverband Sanitär Heizung Klima (ZVSHK) und Prof. Dr.-Ing. Bert Oschatz, von der ITG Dresden. Ende 2007 ist das Verfahren in Hessen bereits auf seine Praxistauglichkeit in privaten Haushalten getestet worden. Prof. Dr. Boris Kruppa, Fachbereich Maschinenbau Mikrotechnik Energie- Wärmetechnik der Fachhochschule Gießen, wertete zusammen mit seinen Studenten die Testergebnisse aus: "Mehr als 80 Prozent der Hausbesitzer stuften den Heizungs-Check als ein gut nachvollziehbares und transparentes Verfahren ein. Begrüßt haben sie außerdem die Objektivität des Checklistenverfahrens". Die am häufigsten vorgefundenen Kostenverursacher sind schlecht eingestellte Brenner, überdimensionierte Heizkessel, ungeregelte Heizungspumpen und zu alte Thermostatventile an Heizkörpern. Bereits durch Verbesserungen in diesem Bereich kann die Energieeffizienz der Heizungsanlagen gesteigert werden. Will der Hausbesitzer allerdings die optimale Energieeffizienz im Haus erzielen, dann sollte die fortschrittliche Brennwerttechnik mit Erdgas oder Heizöl zum Einsatz kommen. In Verbindung mit Solarthermie lassen sich somit bis zu 40 Prozent der Heizkosten einsparen. Aber auch Zentralheizungen, die mit Wärmepumpen, Holz oder Pellets betrieben werden, bieten wirtschaftliche Lösungen.

Gerade vor dem Hintergrund der bestehenden Nachrüstungsverpflichtungen in der Energiesparverordnung (EnEV), ist ein derartig ganzheitliches Inspektionsverfahren für den Hausbesitzer besonders sinnvoll. Denn der Heizungs-Check macht deutlich, welche Verpflichtungen aus gesetzlichen Vorschriften zu beachten sind. So müssen beispielsweise Öl- oder Gas-Heizkessel, die vor dem 1. Oktober 1978 eingebaut wurden, erneuert werden. Auch Heizungs- und Warmwasserleitungen sind ordnungsgemäß zu dämmen, vor allem dann, wenn Heizungsrohre und Armaturen durch unbeheizte Räume führen. Bei Nichtbeachtung dieser Pflichten sind Bußgelder vorgesehen. Mit dem Heizungs-Check sind Haus- und Wohnungseigentümer aber auch Vermieter gut auf die gesetzlichen Verpflichtungen vorbereitet.

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