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DDV: vzbv Umfrage zum Datenschutz bestätigt den mündigen Verbraucher

Frankfurt am Main (ots) - Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) hat am 4. November eine Umfrage zum Thema "Datenschutz" veröffentlicht. Mehr als die Hälfte der Befragten geben an, dass sie bereit wären, für Internetdienste wie soziale Netzwerke oder E-Mail-Dienste - die bisher kostenfrei sind - Geld zu bezahlen, wenn sie höchsten Datenschutz und Werbefreiheit böten. Der DDV sieht vor dem Hintergrund der aktuellen Diskussion zum Thema "Adblocker" in diesen Befragungsergebnissen eine Bestätigung des Leitbilds des mündigen Verbrauchers. Zudem belegen die Ergebnisse aus Sicht des DDV, dass Marktwächter, die den Verbraucher überwachen und bevormunden, unangebracht und überflüssig sind.

Verbraucherinnen und Verbraucher sind bereit, für Datenschutz zu zahlen: Für Internetdienste wie soziale Netzwerke oder E-Mail-Dienste, die bisher kostenfrei sind, würde mehr als die Hälfte (51 Prozent) bezahlen, wenn sie höchsten Datenschutz und Werbefreiheit böten. Das zeigt eine repräsentative Umfrage von TNS Emnid im Auftrag des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv).

Insbesondere vor dem Hintergrund der aktuellen Diskussion zum Thema "Adblocker" - also Software, die dafür sorgt, dass Werbung auf besuchten Webseiten unterdrückt wird - sieht der DDV in den jüngsten Befragungsergebnissen eine Bestätigung des mündigen Verbrauchers, der selbstbestimmt, eigenverantwortlich und wohl informiert über seine Handlungen entscheidet.

Dazu DDV-Präsident Patrick Tapp: "Der DDV bekennt sich zu einer liberalen, freien Gesellschaft und einem mündigen Verbraucher, der weiß was er tut und welche Folgen das hat. Die Ergebnisse der von der Verbraucherzentrale Bundesverband veröffentlichten Befragung zeigen ganz klar, dass Verbraucher Verantwortung übernehmen. Denn wer werthaltigen Content erwartet und nutzt, muss auch bereit sein, eine faire Gegenleistung dafür zu erbringen: entweder, indem er Werbung zulässt, oder aber, indem er für den Inhalt zahlt." Auch zeigen die Ergebnisse, dass die vom Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (BMJV) unter Heiko Maas eingeführten Marktwächter in Deutschland nicht benötigt werden.

Tapp weiter: "Verbraucherschützer nutzen jede Gelegenheit, um Konsumenten ihre Mündigkeit abzusprechen. Die Studie ist ein wertvoller Beitrag und Beleg dafür, dass wir keine Überwachungsmechanismen wie Marktwächter in Deutschland benötigen. Verbraucher handeln wohl durchdacht, nehmen die Dinge selbst in die Hand und wählen als Konsument klug aus den vorhanden Angeboten."

2005 hat der EuGH mit der Abkehr vom Leitbild eines schutzwürdigen, unkritischen Verbrauchers das Leitbild des "mündigen Verbrauchers" geprägt. Danach ist bei Bewertungen abzustellen auf einen Verbraucher, der wohl informiert und frei entscheidet und sich über die Konsequenzen seines Handelns stets bewusst ist. Eine Abkehr von diesem Leitbild lehnt der DDV ab, führt es doch zwangsläufig zu einer Bevormundung des Verbrauchers, im Zweifel durch den Staat.

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