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WAZ: Unfairer Stil im Sportbereich - Kommentar von Matthias Korfmann zu Olympia-Stützpunkten

Essen (ots) - Es mag gute Argumente für eine Spitzensportreform geben. Fabian Hambüchen, der Turner, hat zwar nach Rio gesagt, er hasse die Medaillenzählerei, aber im Grunde geht es genau darum: Gold, Silber und Bronze. Dass man, um dieses Ziel zu erreichen, immer wieder mal die Sportförderung überprüfen und alte Zöpfe abschneiden muss, ist normal.

Die Olympiastützpunkte in Nordrhein-Westfalen können ihre Haltung, man möge nicht an bewährten Strukturen herumexperimentieren, andererseits auch recht gut begründen, denn ihre Athleten erkämpfen besonders viele Medaillen.

Es sind nicht die Argumente, die in diesem Streit irritieren, sondern der Umgang der Beteiligten miteinander. Bei politisch wichtigen Projekten heißt es inzwischen, Bürger sollten möglichst mit einbezogen werden. Auf Sportfunktionärsebene ist Transparenz aber nach wie vor ein Fremdwort. Wie kann es sein, dass eine Reform der Olympiastützpunkte jahrelang geplant wird, und die Hauptbetroffenen - Sportler, Trainer, Vertreter der Städte - gar keine Ahnung haben, was da verhandelt wird. Die Verhandlungen gehören nicht ins Hinterzimmer.

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