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WAZ: Bewährungsprobe für die Demokratie - Kommentar von Christopher Onkelbach zur Einheit

Essen (ots) - Fünfundzwanzig Jahre nach der Wiedervereinigung scheint der Riss zwischen Ost- und West-Deutschland immer tiefer zu werden. Die Zahl rechtsextremer und fremdenfeindlicher Übergriffe steigt, zuletzt gingen in Bautzen Flüchtlinge und Rechtsradikale aufeinander los. Was deprimiert, ist die Hilflosigkeit.

Es fehlt an Initiativen, Konzepten und Angeboten für sozial Abgehängte, Flüchtlinge aber auch Extremisten. Und es fehlt ein klarer Kurs: Da verhängt der Bürgermeister von Bautzen eine Ausgangssperre für Flüchtlinge, setzt sich aber mit rechten Randalierern an einen Tisch. Das Signal ist fatal: Die Politik laviert, Rechte fühlen sich als Sieger.

Die Fremdenfeindlichkeit hat sich vielerorts tief in die bürgerliche Mitte hineingefressen. Zu lange hat die Politik das ignoriert. Dabei ist leicht zu sehen, dass die wahre Bedrohung für Frieden und Demokratie in Deutschland nicht von außen kommt, sondern von innen.

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