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WAZ: Der Sumpf des Islamismus - Kommentar von Lutz Heuken zum Terroranschlag von Essen

Essen (ots) - Die Nachricht lässt uns schaudern. Bei dem Anschlag auf den Essener Sikh-Tempel am Wochenende handelte es sich nach jetzigen Erkenntnissen um ein Attentat islamistischer Fanatiker. Bei dem Anschlag auf das Gotteshaus hat es keine Toten gegeben - es ist wohl nur ein glücklicher Zufall. Terror mitten im Ruhrgebiet - die leise Hoffnung, dass diese Region mit ihren fünf Millionen Einwohnern von dieser Nachricht verschont bleiben könnte, hat getrogen.

Zudem erschüttert, dass die beiden mutmaßlichen Täter erst 16 Jahre alt sind. Sie sind in einem Alter, in dem andere Jungs sich für Mädchen interessieren, vielleicht für Fußball und Musik, ja auch für Alkohol und mal für einen Joint. Sie sind in einem Alter, in dem ihr Leben mit seinen Chancen, seiner Lust und seinen Risiken noch vor ihnen liegt. Was bringt diese Jungen dazu, ihr Leben wegzuwerfen? Haben sie sich mit der IS-Propaganda im Internet selbst radikalisiert - oder werden sie von Erwachsenen als Kanonenfutter missbraucht? All das muss minutiös aufgeklärt werden.

Nach den Hintergründen des Terrors von Essen zu fragen heißt nicht, auch nur ansatzweise nach einer Rechtfertigung oder gar mildernden Umständen zu suchen. Nein, trotz ihres jugendlichen Alters müssen die Täter (so sie es sind) die volle Härte kennenlernen, die das Gesetz zulässt. Die Gründe für die Tat zu kennen, kann aber dabei helfen, andere Jugendliche rechtzeitig von ihrem Irrweg abzuhalten. Und es kann helfen, den ganzen örtlichen und regionalen Sumpf der Islamisten auszutrocknen, in dem solche Mordpläne wuchern.

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