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WAZ: Der Steuermoral nachgeholfen - Kommentar von Lutz Heuken zum Thema Steuer-CD

Essen (ots) - Schwarzgeldkonten in der Schweiz, in Liechtenstein, in Luxemburg. Wenn es noch eines Beweises bedurft hätte, dass die menschliche Gier dringend gezügelt werden muss - spätestens die Panama-Papers belegen, dass einige Menschen den Hals nicht vollbekommen können. Da Appelle an die Moral bei so manchem Wohlhabenden offensichtlich verpuffen, bleibt nur, die Steuer-"Ehrlichkeit" durch ein dichtes Netz von Kontrollen und deftige Strafen zu fördern.

Der Ankauf der Steuer-CDs durch NRW war juristisch durchaus umstritten - immerhin ging es um teils illegal beschaffte Daten. Doch der überragende Erfolg gibt dem NRW-Finanzminister letztlich auch moralisch Recht: Rund 18 Millionen Euro kostete der Erwerb der Steuer-CDs; dafür flossen nach Walter-Borjans Angaben 5 Milliarden Euro an den Fiskus zurück. Für einen eingesetzten Euro sind das knapp 280 Euro Gewinn für den Fiskus - ein wahrlich lohnendes Geschäft.

Allein die Furcht, dass irgendwo auf der Welt Daten über schwarze Konten auftauchen, hat zu so mancher Selbstanzeige - und bestenfalls sogar Einsicht - geführt. Angst ist in einigen Fällen eben doch der einzig zielführende Ratgeber.

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