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WAZ: Es wäre ein hoher Preis - Kommentar von Ulf Meinke

Essen (ots) - Es gibt viele Akteure in Politik und Wirtschaft, die ein Interesse daran haben, dass es weniger Bargeld-Geschäfte gibt. Aus Sicht von Banken sind Scheine und Münzen im Vergleich zu einer elektronischen Transaktion teuer und ineffizient. Zugleich können die Unternehmen auf neue Gebührenquellen hoffen, wenn sie sämtliche Zahlungen für ihre Kunden im Alltag abwickeln.

Datenschützer sind zu Recht skeptisch, wenn es um eine zunehmende Verdrängung des Bargelds geht. Denn jeder Bürger, der per Kreditkarte oder Überweisung zahlt, hinterlässt Spuren und wird zum gläsernen Konsumenten. Mit dem Verbot von Bargeldgeschäften ab einer bestimmten Höhe zahlt die Gesellschaft einen hohen Preis im Kampf gegen Kriminelle: Es geht um einen Verlust von Freiheit.

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