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WAZ: Sparen nicht um jeden Preis - Kommentar von Frank Meßing zu Teldafax

Essen (ots) - Als Teldafax Insolvenz anmelden musste, produzierte der Stromanbieter mehrere Rekorde: Das absurde Geschäftsmodell, Strom unterhalb des Einkaufspreises abzugeben, hinterließ eine halbe Million Gläubiger und für den Insolvenzverwalter einen Berg an Arbeit. Allein die Portokosten beliefen sich auf 1,2 Millionen Euro, um alle geschädigten Kunden anzuschreiben.

Der Aufwand hat sich aber offenbar gelohnt: Biner Bähr hat so viel Geld eingesammelt, dass er die 500.000 Gläubiger zumindest mit einem kleinen Anteil wird entschädigen können. Bis dahin müssen sich die Kunden allerdings noch gedulden. Der angestrebte Abschluss des Insolvenzverfahrens im Jahr 2017 gilt aufgrund der noch laufenden Klagen als sportlich.

Auch wenn die Geschädigten am Ende mit einem blauen Auge davon kommen mögen, sollten Verbraucher Lehren aus dem Fall Teldafax ziehen: Wer beim Strom, bei Mobilfunkanbietern oder bei Versicherern sparen will, sollte sich die verheißungsvollen Billiganbieter ganz genau anschauen. Den Ärger, den die Teldafax-Kunden über Jahre haben, wiegt keine Entschädigung auf.

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