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WAZ: Allianz statt Attacke. Kommentar von Tobias Blasius zum Straßenbau in NRW

Essen (ots) - NRW-Verkehrsminister Michael Groschek und sein Berliner CSU-Kollege Alexander Dobrindt werden keine politischen Freunde mehr. Groschek hält dem Bundesminister seit Monaten genüsslich dessen Lieblingsprojekt "Murks-Maut" vor, in umgekehrter Richtung werden die Düsseldorfer Planungsversäumnisse in besonders schillernden Farben ausgeleuchtet. Die Reibereien wären nicht weiter schlimm, türmten sich nicht gerade an Rhein und Ruhr die Infrastrukturprobleme. Die wichtigste europäische Transitachse NRW steht vor dem Kollaps. Marode Autobahnbrücken, Dauerstau, seit Jahren herbeigesehnte Lückenschlüsse - es wäre zwingend notwendig, dass Land und Bund sich zusammenraufen. Groschek muss man zugute halten, dass er die bröckelnden Brücken bundesweit zum Thema machte, die irrsinnige Planungszurückhaltung seines Amtsvorgängers beendete und NRW in den milliardenschweren Verteilungskämpfen endlich wieder eine Stimme gegeben hat. Der Nachweis, dass die gewaltigen Probleme im bevölkerungs- und verkehrsreichsten Bundesland mit Dobrindts Hilfe gelindert werden können, steht dagegen noch aus.

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