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WAZ: Die Datenkrake bleibt Datenkrake. Kommentar von Wolfgang Mulke zum Google-Umbau

Essen (ots) - In den vergangenen Jahren wurde immer wieder die Zerschlagung von Google gefordert, zumindest in einigen europäischen Ländern. Denn die weltgrößte Suchmaschine sammelt so viele persönliche Informationen über die Gewohnheiten und Vorlieben ihrer Nutzer ein, dass Datenschützern angst und bange wird. Nun zerlegt sich der Internetkonzern selbst in verschiedene Einzelteile. Entwarnung ist damit für die Verbraucher in Europa leider nicht verbunden. Denn das Kernstück rund um die Suchmaschine mit der individuell zugeschnittenen Werbung und dem Videoportal Youtube bleibt wie bisher eine Einheit. Die Datenkrake bleibt also eine Datenkrake. Nur wird dieses gewinnträchtige Kernstück von den vielfältigen sonstigen Aktivitäten des Konzerns getrennt. Für die Konsumenten hierzulande ändert sich nichts. Betriebswirtschaftlich ist dieser Schritt wohl sinnvoll. Denn Google investiert viel in neue, ganz andere Geschäftsfelder, die zuweilen recht risikobehaftet sind. Wenn dort einmal richtig was schiefläuft, sind die Auswirkungen auf den Gesamtkonzern künftig überschaubar. Das dürfte der tiefere Beweggrund für die Trennung der Geschäftsfelder sein.

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