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WAZ: Die Terrorhelfer unter uns - Kommentar von Annika Fischer zu IS-Verdacht

Essen (ots) - Das so genannte "Autobumsen" ist als Betrugsmasche nicht selten. Meist bereichern sich Menschen damit selbst: geben absichtlich Gas, provozieren einen Unfall und kassieren die Versicherungssumme. Die 24 jetzt Beschuldigten aus dem Ruhrgebiet - von einer Bande mögen die Ermittler noch nicht sprechen - aber wollten das Geld nicht für sich. Sie sollen damit den Terror finanziert haben.

Zu einer Zeit, als es den "IS" als solchen noch gar nicht gab, als arabischer Frühling und syrischer Bürgerkrieg erst begannen. Falls Teile der knapp 60.000 Euro also für "den IS" gedacht waren, wie es jetzt heißt, dann für einen "Heiligen Krieg", der damals für viele Deutsche noch weit weg war.

Für radikale Muslime im Ruhrgebiet aber offenbar nicht. In Oberhausen, Mülheim, Essen wohnen sie, gegen die nun ermittelt wird; hier sollen sie ihre Verbrechen begangen haben, um den Terror, das Töten in Arabien zu unterstützen. Neuerdings fallen solche Islamisten auf: als ausreisewillige Kämpfer, als "Gefallene" auf den Schlachtfeldern im Irak und in Syrien, als Rückkehrer vor deutschen Gerichten. Doch tatsächlich sind sie schon viel länger unter uns. Im Alltag.

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