Westdeutsche Allgemeine Zeitung

WAZ: Vorurteile aufbrechen. Kommentar von Wilfried Goebels

Essen (ots) - Konzepte zur Inklusion haben in Sonntagsreden Konjunktur. In der Praxis aber steigt die Arbeitslosigkeit Schwerbehinderter. Zu viele Firmen entziehen sich der Einstellung durch Zahlung einer Ausgleichsabgabe. Hier gilt es durch Beratung der Arbeitgeber anzusetzen, um Vorurteile gegenüber Behinderten aufzubrechen. Handlungsbedarf besteht auch auf dem Wohnungsmarkt. Inklusion spart langfristig Geld, wenn durch barrierefreie Wohnungen ein Wechsel ins Pflegeheim vermieden werden kann. Die Teilhabe von Behinderten ist längst nicht mehr allein ein schulpolitisches Thema. Wie die Vision einer Schule für alle übers Ziel hinausschießt, weil für viele Behinderte die Förderschule noch lange Zeit die geeignete Schulform bleibt, so kann auch das Pflegeheim für manchen Hilfebedürftigen die beste Versorgung sichern. Chancen und Grenzen der Inklusion müssen in jedem Fall neu ausgelotet werden.

Pressekontakt:

Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Zentralredaktion
Telefon: 0201 - 804 6519
zentralredaktion@waz.de
Original-Content von: Westdeutsche Allgemeine Zeitung, übermittelt durch news aktuell

Weitere Meldungen: Westdeutsche Allgemeine Zeitung

Das könnte Sie auch interessieren: