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WAZ: Fünf Minuten verändern die Welt - Kommentar von Michael Kohlstadt zum S-Bahn-Takt

Essen (ots) - Es sind nur fünf Minuten, aber die stellen die Nahverkehrswelt im Ruhrgebiet auf den Kopf: Die geplante Taktumstellung der S-Bahn-Fahrpläne vom 20- auf einen 15/30-Minuten-Rhythmus ist der schwerwiegendste Eingriff in das ÖPNV-Netz der Region seit den 1970er-Jahren. Er bringt sicher nicht nur Gewinner hervor, sondern auch Verlierer, die liebgewonnenen Fahrplangewohnheiten auf wenig frequentierten Strecken bald adé sagen müssen.

Dennoch: Die Anpassung war längst überfällig. Das weiß jeder, der zu Stoßzeiten auf der zentralen S-Bahn-Linie 1 zwischen Berufspendlern und Studenten kaum noch einen Stehplatz ergattert. Der Viertelstunden-Takt auf den Hauptachsen wird die dringend benötigte Entlastung bringen. Anders ausgedrückt: Das Ruhrgebiet wird nahverkehrstechnisch endlich zur Metropole - jedenfalls ab 2019. Denn das erwartet man doch von einem Ballungsraum mit fünf Millionen Menschen mit seiner unvergleichlichen Arbeits- und Freizeitstruktur: dass man ohne dauernden Blick auf die Uhr an die Bahnsteigkante tritt und gleich der Zug einfährt.

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