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WAZ: Ein Tag der Trauer und Hilflosigkeit - Kommentar von Andreas Tyrock zur Absturztragödie

Essen (ots) - Und plötzlich ist das Unglück ganz nahe. Bewegend, berührend. Viele Menschen halten inne und denken an die Opfer. Sie denken an die Lehrer und deren Schülerinnen und Schüler aus Haltern, an die Besatzung des Airbus, an die Angehörigen, die am Düsseldorfer Flughafen vergeblich warteten. Die Reise in den Frühling Barcelonas endete mit dem Tod in den französischen Alpen.

Solche Unfälle wecken stets Emotionen. Vor allem Flugzeugabstürze, vor allem kurz vor den Osterferien. Doch dieses Mal ist es kein Absturz in Asien, in Russland oder in Afrika. Auch dann sind die Nachrichten traurig genug. Gestern starben Menschen auf dem Weg nach Düsseldorf. Es starben Menschen, die nur einige Kilometer von uns entfernt wohnen. Mutmaßlich gibt es viele Opfer aus Nordrhein-Westfalen, denn Düsseldorf ist der Flughafen vor der Haustür.

Experten werden jetzt alles tun, um die Absturzursache zu analysieren. Wir werden Informationen bekommen über die Wetterverhältnisse, den letzten Funkkontakt, den Zustand der Maschine. Die Angehörigen werden professionell betreut sein. Die Statistiker werden darauf hinweisen, dass das Fliegen weiterhin zu den mit Abstand sichersten Transportmitteln gehört, dass deutsche Maschinen seit Jahrzehnten nicht betroffen waren. Dies alles ist richtig, denn mehr kann man am Tag einer solchen Katastrophe nicht tun.

Und doch hilft es nur begrenzt, mit der Tragödie umzugehen. Das gestrige Unglück riss 150 Menschen in den Tod. Das Leid ist ganz nahe. Die Hilflosigkeit auch.

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