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WAZ: Umstrittene Bluttests für alle Schwangeren? Pro-Kommentar von Petra Koruhn: Frühes Wissen hilft

Essen (ots) - Natürlich klingt das erst einmal befremdlich: Ein kleiner Piks reicht, ein bisschen Blut - und schon wissen die Eltern, ob ihr Kind mit einer Behinderung auf die Welt kommt. Es klingt wie "Baby nach Maß". Doch macht es die Situation besser, wenn die Frauen erst eine Prozedur hinter sich bringen müssen? Viele Schwangere, die sich für eine Fruchtwasseruntersuchung entschieden haben, hatten Angst: nicht nur vor der Diagnose, auch vor der Untersuchung. Nicht der Test ist problematisch, sondern die Umstände sind es oft. Unser Alltag bietet noch viel zu wenig Möglichkeiten für Menschen, die anders sind. Menschen, die mehr Zuwendung brauchen, stören oft unseren Lebensablauf. Der Bluttest, der schon frühzeitig durchgeführt werden kann, hat den Vorteil, dass sich Eltern darauf vorbereiten können, wie ein Leben mit einem Kind zu bewältigen ist, das andere Anforderungen stellt. Der Test ist auf dem Markt, er wurde bereits von entscheidenden Gremien für gut befunden. Warum also sollten nur Privatpatientinnen davon profitieren?

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