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WAZ: Teure Sorgenkinder. Kommentar von Wilfried Goebels zur "Frühen Hilfe"

Essen (ots) - Wer verhindern will, dass Kinder später zu teuren Sorgenkindern werden, kann mit der Vorbeugung nicht früh genug beginnen. Deshalb führt die Vernetzung der Hilfsangebote in die richtige Richtung. Dass an der Vorsorgeuntersuchung U2 inzwischen 96 Prozent aller Kinder unter zwei Jahren teilnehmen, ist ein strategischer Erfolg. Wirksam wird die Maßnahme aber erst dann, wenn auf die Diagnose eine Therapie folgt. Für die Finanzierung der Präventionsketten reichen die Fördermittel leider oft nicht aus. Das geplante Landespräventionsgesetz kann nur erfolgreich sein, wenn es mit zusätzlichen Mitteln für Ärzte, Hebammen, Berater unterfüttert wird. Kinder aus kritischen Verhältnissen brauchen frühe Hilfen. Viele Angebote sind Eltern aber nicht bekannt, andere werden nicht wahrgenommen - da könnten Arzt, Hebamme und Psychologe im Jugendamt die Zukunftschancen durch gezielte Beratung verbessern.

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