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WAZ: Lebensumfeld statt Labor. Kommentar von Petra Koruhn zur Gesundheitsstudie

Essen (ots) - Die Medizin entwickelt sich in Riesenschritten weiter. Noch nie waren die Diagnose-Geräte so ausgefeilt. Man kann das Innere des Körpers bis ins kleinste Detail durchleuchten - und doch fehlt oft eins: Die Erklärung, warum die Krankheit überhaupt entsteht. Krebs zum Beispiel. Die Forschung im Labor hilft weiter. Doch auch sie löst nicht alle Fragen. Die groß angelegte Gesundheitsstudie, die gestern in Essen gestartet wurde, nimmt nun auch die Faktoren auf, die kein Labor erfassen kann: das Lebensumfeld der Menschen. Gerade bei der Entstehung von Krebs sind sich die Forscher einig, dass viele Faktoren zusammen kommen müssen, damit der Krebs ausbricht. Wer die Faktoren kennt, kann sie ausschalten. Die Wissenschaft stellt mit dieser Studie auch den Menschen, nicht nur die Krankheit, ins Zentrum. Schon das ist ein großer Fortschritt.

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