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WAZ: Fußgängern fehlt die Knautschzone. Kommentar von Dietmar Seher zur Verkehrssicherheit

Essen (ots) - Die Verbesserung der Verkehrssicherheit ist eine grandiose Erfolgsgeschichte. 1970 starben 21000 Menschen auf der Straße. 2013 waren es 3300 - auf dem Gebiet des vereinten Deutschland. Zu verdanken ist das dem sichereren Auto. Die Zellen sind stabiler, die Knautschzonen halten oft das Gröbste ab. Strengere gesetzliche Regeln erledigen den Rest: Bußgeld für die, die den Gurt nicht klicken? Das rettet Leben. Und ja: auch mehr Radarfallen haben die Disziplin erhöht und also dazu beigetragen. Warum dann der Ruf nach Tempo 30 in Städten, den Polizisten der GdP erneut anstimmen? Ist das nicht Gängelei? Nein, ist es nicht. Weil nicht alle Verkehrsteilnehmer von den guten Entwicklungen Vorteile haben. Vor allem nicht die Schwachen, die ohne Knautschzone: Fußgänger und Radfahrer. Jüngste Unfallzahlen belegen das. Dennoch berücksichtigt die GdP nicht den schwerwiegendsten Einwand, obwohl sie das selbst am besten wissen müsste. Flächendeckend 30 - das ist nicht zu kontrollieren. Dafür hat die Polizei nicht das Personal.

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