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WAZ: Der Preis für die Mega-Fusion - Kommentar von Ulf Meinke über O2 und E-Plus

Essen (ots) - Es war absehbar, dass die Übernahme von E-Plus durch die Telefónica-Tochterfirma O2 Arbeitsplätze kosten würde. Zur Logik einer Fusion gehört schließlich, aus zwei Organisationen eine Einheit zu formen.

Gerade die Potenziale für Kosteneinsparungen machen für Konzernstrategen den Reiz einer Unternehmensverschmelzung aus. Das Vorgehen ist ebenso fantasielos wie nüchtern kalkuliert. Für die Beschäftigten, die nun ihre Arbeitsplätze verlieren, dürfte es eine bittere Erkenntnis sein, wie hart und schnell Telefónica operiert. Mag sein, dass es für den Konzern einfacher ist, Stellen zu streichen, als auf dem stark umkämpften Mobilfunkmarkt höhere Preise durchzusetzen.

Wie der Arbeitsplatzabbau aussehen soll, kann Telefónica selbst beeinflussen. Wie sich die Konkurrenten Deutsche Telekom und Vodafone nach der Fusion von E-Plus und O2 positionieren, liegt nicht in der Hand der Telefónica-Führung. Dass aus vier großen Mobilfunkkonzernen drei geworden sind, spricht allerdings nicht gerade für mehr Wettbewerb. Gut möglich, dass bald neben den Beschäftigten auch die Kunden einen Preis für die Mega-Fusion zahlen müssen.

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