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WAZ: Riskanter Vorstoß. Kommentar von Theo Schumacher

Essen (ots) - Fast klingt es zu schön, um wahr zu sein: Langzeitarbeitslose, deren Hoffnung auf einen Job längst Resignation gewichen ist, winkt eine neue Perspektive. Als Helfer im Altenheim oder Assistent des Schulhausmeisters könnten sie ihre Isolation überwinden und eine sinnvolle Beschäftigung übernehmen. So weit die Theorie. Ob sie in der Praxis trägt, ist die Frage. Arbeit anstatt Arbeitslosigkeit finanzieren, lautet die politische Losung. Allerdings darf der Vorstoß aus der SPD das Risiko nicht außer Acht lassen, dass Arbeitgeber am Ende auf billige Hilfskräfte setzen könnten und vollwertige Stellen einsparen. Es ist jeden Versuch wert, Arbeitslose wieder ins Erwerbsleben zu integrieren. Aber wenn der "soziale Arbeitsmarkt" am Ende normale Jobs auf schleichendem Wege vernichtet, hätte das mit "sozial" nichts mehr zu tun.

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