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WAZ: Republik der Hochqualifizierten - Kommentar von Ulf Meinke

Essen (ots) - Zugegeben: Das Wörtchen Fachkräftemangel ist ein sprachliches Ungetüm - und will nicht recht zur Wahrnehmung vieler Menschen passen, die das Phänomen Arbeitslosigkeit nicht nur aus den Abendnachrichten kennen. Doch es gibt zwei Realitäten im Land: Einerseits Unternehmen, die vergeblich nach geeigneten Bewerbern suchen, andererseits potenzielle Arbeitskräfte, die einfach keine Stelle finden.

Ja, fast drei Millionen Menschen sind derzeit arbeitslos, doch Fachkräfte werden dringend gesucht. Das ist nüchterne Realität in einem Land, dessen Wertschöpfung zunehmend von Experten und Hochqualifizierten abhängt. Nicht selten bauen Unternehmen Arbeitsplätze ab, wenn es um einfache Tätigkeiten geht, die sich anderswo auf der Welt billiger erledigen lassen. Andernorts wird aufgestockt, bei der Forschung und Entwicklung zum Beispiel.

Viele Unternehmen benötigen in Zukunft eher Hoch- als Niedrigqualifizierte. Daher hängt natürlich viel vom Bildungssystem ab. Die Betriebe sollten allerdings nicht darauf warten, dass ihnen Schulen und Universitäten das Personal wie auf dem Silbertablett präsentieren. Oft werden es künftig die hochqualifizierten Spezialisten sein, die sich den Arbeitgeber aussuchen können.

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