Westdeutsche Allgemeine Zeitung

WAZ: Falschfahrer: Was hilft, muss her. Kommentar von Frank Preuß

Essen (ots) - Es muss ja nicht alles schlecht sein, was aus Bundesverkehrsministern bayerischer Herkunft an Ideen herauspurzelt. Falschfahrern auf Autobahnen mit intelligenter Technik zu begegnen und damit nicht nur sie, sondern vor allem auch andere auf elektronischem Wege schneller zu warnen, kann so falsch nicht sein. Kostenschätzungen von 25 Millionen Euro mögen ausgesprochen optimistisch klingen. Aber wer mit dem wirtschaftlichen Aufwand angesichts von bundesweit mehr als 2100 Anschlussstellen auf Autobahnen argumentiert, fährt schnell in die Sackgasse. Natürlich liegt die Zahl tödlicher Unfälle mit sogenannten Geisterfahrern im Promillebereich beim Blick auf die Gesamtzahlen auf deutschen Autobahnen. Aber wo es um Sicherheitsverbesserungen geht, ist es zynisch, mit der Statistik zu kommen: Erklären Sie mal den Unfallopfern beziehungsweise deren Hinterbliebenen, dass sie die großen Ausnahmefälle seien. Sollen sie die neue Warntechnik in Bayern doch ausprobieren. Wenn sie sich bewähren sollte, gibt es auch in NRW keinen Grund, sich dagegen zu sträuben.

Pressekontakt:

Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Zentralredaktion
Telefon: 0201 - 804 6519
zentralredaktion@waz.de

Original-Content von: Westdeutsche Allgemeine Zeitung, übermittelt durch news aktuell

Weitere Meldungen: Westdeutsche Allgemeine Zeitung

Das könnte Sie auch interessieren: