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WAZ: Doppelmoral als Geschäftsmodell. Kommentar von Walter Bau

Essen (ots) - Weniger Kunden, weniger Konten, dafür ein dramatischer Gewinneinbruch - was bei jedem anderen Geldinstitut eine Katastrophe bedeutet, wird bei der Vatikanbank als hoffnungsvoller Neuanfang gewertet. Aber das "Institut für Religiöse Werke" ist auch keine Bank wie alle anderen. Über Jahrzehnte hinweg prägten Skandale und Berichte über Geldwäsche und dubiose Geschäfte das Bild der Bank. Für Geld und Macht mussten christliche Prinzipien schon mal hintanstehen. Doppelmoral als Geschäftsmodell. Papst Franziskus hat diesem schamlosen Treiben den Kampf angesagt. Gemäß seinem Motto einer "armen Kirche für die Armen" soll Schluss sein mit zwielichtigen Deals und Spekulationen. Im Auftrag des Pontifex hat der deutsche Banker Ernst von Freyberg als Sanierer die Reform der Vatikanbank eingeleitet. Ob damit das Institut endgültig auf einen seriösen Kurs einschwenkt, muss sich aber erst noch zeigen.

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