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WAZ: Mit der Droge auf Hochtouren. Kommentar von Christopher Onkelbach

Essen (ots) - Jedes Jahr zählen die Drogenberatungsstellen mehr Crystal Meth-Abhängige. Der Stoff ist billig und wird in tschechischen Laboren zusammengebraut. Die Grundstoffe sind dort in Apotheken frei verkäuflich. Dann kommt er über die Grenze, was erklärt, warum die östlichen Bundesländer und Bayern die größten Probleme haben. Schon im Zweiten Weltkrieg nahmen Piloten und Panzerfahrer das Aufputschmittel, das unter dem Handelsnamen Pervitin bekannt war. Man bleibt hellwach, verspürt keinen Hunger, ist extrem leistungsfähig. Das sind auch heute die Gründe der Konsumenten, im Job, in der Schule, auf der Party. Sei schnell, sei fit, sei erfolgreich - mit Crystal Meth fährt man in der Leistungsgesellschaft auf der Überholspur. Der Körper läuft auf Hochtouren. Doch Methamphetamin hat eine verheerende Wirkung. Die Süchtigen verfallen körperlich in kurzer Zeit. Ein bundesweiter Plan zur Bekämpfung der neuen Drogen fehlt bislang. Dabei wird es höchste Zeit für neue Präventionskonzepte - am besten mithilfe ehemaliger Abhängiger.

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