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WAZ: Ist Sitzenbleiben sinnvoll? Pro-Kommentar von Birgitta Stauber-Klein

Essen (ots) - Zunächst einmal: An vielen Schulen ist eine Menge im Gang. Es ist längst nicht mehr die Regel, dass Lehrer frontal vor den Schülerinnen und Schülern unterweisen und abfragen. Im Idealfall wächst der Kontakt zu den Eltern, und die Lehrer erkennen früh, wenn ein Kind überfordert ist oder wenn es durchhängt. Dass die Sitzenbleiberquoten auch im Vergleich zu den Real- und den wenigen Hauptschulen so niedrig sind, zeigt, wie intensiv an den Gymnasien gefördert wird. Wer nach dieser individuellen Förderung ruft, sollte allerdings auf Prinzipien wie eine generelle Abkehr vom Sitzenbleiben verzichten. Denn Lehrer, die sich kümmern, erkennen auch, wenn ein Kind kaum noch eine Chance hat, in der Klasse mitzukommen. Wer Grundlagen in Mathematik oder Latein nicht verstanden hat und obendrein in anderen Fächern schwächelt, dem hilft wohl eher der Neuanfang. So manche Erwachsene, die diese Prozedur hinter sich haben, bestätigen dies.

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