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WAZ: Vorbild für die Energiewende. Kommentar von Thomas Wels

Essen (ots) - Als Sprachwissenschaftler dürfte Werner Müller seine Freude an dem Titel des Geschäftsberichtes der RAG-Stiftung haben: "Ewigkeit ist eine Menge Zukunft", notierten die Kreativen und verschoben so den Fokus auf das, was nach der Abwicklung des subventionierten Steinkohlebergbaus kommt. Den Volkswirt Müller wird es freuen, dass das Stiftungsmodell nach dem Stand der Dinge seine Ziele erreicht. Allem voran die sozialverträgliche Abwicklung eines Industriezweiges, der in den 50er-Jahren einst 600000 Mitarbeiter an Ruhr und Saar zählte. Heute beschäftigt die RAG 12500 Menschen in der Verwaltung und den Zechen Bottrop, Marl und Ibbenbüren. Keiner fällt ins Bergfreie. Manche mögen das als Privileg sehen, die Kumpel haben aber bei härtester Arbeit für eine politisch gewollte Aufgabe auch große Abstriche hinnehmen müssen. Das Ende eines ganzen Industriezweiges zu organisieren, inklusive der Bewältigung des Raubbaus an der Natur - wenig ist das nicht. Wenn es gelingt ohne weiteres Steuergeld, kann das Modell sicher Vorbild für die Energiewende sein.

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