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WAZ: Es brechen harte Zeiten an im Revier. Kommentar von Thomas Wels

Essen (ots)

Die Frage ist beliebt, auch wenn sie erst mal keinem nützt: Wer hat's verbockt? Ganz gewiss ist es dem Management anzukreiden, wenn es einseitig viele Milliarden Euro in eine Art der Energieerzeugung steckt, die in Teilen der Politik bereits zum Zeitpunkt der Investitionsentscheidung zumindest umstritten war. Die Dynamik allerdings, mit der die Mechanik des Erneuerbare-Energien-Gesetzes die Kohle- und Gaskraftwerke vom Markt hebelt, hat die Politik zu verantworten. Gute Energiepolitik vermeidet Strukturbrüche, geschehen ist in Deutschland das Gegenteil. Zig Milliarden an Kraftwerksvermögen gehen durch den Orkus. Und das bei gleichzeitig steigenden Strom-Rechnungen - die Öko-Umlage dürfte sich bis 2034 auf 340 Milliarden Euro summiert haben. Ob das nicht ein klitzekleines bisschen klüger zu bewerkstelligen gewesen wäre? Hätte, hätte Fahrradkette. Es hilft nichts. RWE steckt in der Krise und versucht mit dem, was es hat, voranzukommen. Ein Geschäftsmodell, das die Kraftwerke ersetzt, ist das nicht. Das heißt: Der Konzern wird kleiner und kleiner werden. Es brechen harte Zeiten an, auch für die Revier-Kommunen als Aktionäre.

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