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WAZ: Für den Neuanfang braucht es mehr - Kommentar von Stefan Schulte

Essen (ots) - Als Peter Meyer seinem Rauswurf nur um Minuten zuvorkam, warfen die alten ADAC-Gefährten dem Präsidenten noch jede Menge feuchten Dreck hinterher. Der Plan, ihn zum Alleinverantwortlichen für die Skandale hinzustellen, um sich selbst reinzuwaschen, war, nun ja, ein netter Versuch. Im Nachhinein steht Meyer, der vor seinem Abgang die Führungsriege aufforderte, besser geschlossen zurückzutreten, noch am saubersten da.

Der Rauswurf des Geschäftsführers kommt spät, aber folgerichtig. Jener Obermair war es, der nach den Enthüllungen der Süddeutschen Zeitung den Skandal an die Medien zurückadressierte, ihnen Lüge und Unfähigkeit nachsagte und den originellen Spruch vom Fisch hinterher warf, den einzuwickeln der rechte Nutzen der Zeitung von gestern sei. Was Wunder, dass diese es dann nicht ganz so ernst nahmen, als jener Herr Obermair Wochen später sich gar bestürzt gab über die nun leider nicht mehr zu leugnenden Manipulationen und sich fortan als Chefaufklärer versuchen mochte.

Der ADAC tut gut daran, sich von Obermair zu trennen. Noch besser täte er an einem echten Neuanfang. Mit neuen Gesichtern und vor allem neuen Strukturen, die künftigen Skandalen vorbeugen. Nur das brächte auch neue Glaubwürdigkeit.

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