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WAZ: Karstadt-Chefin hat es nicht leicht - Kommentar von Thomas Wels

Essen (ots) - Die neue Karstadt-Chefin Eva-Lotta Sjöstedt hat ihr Chefbüro noch nicht bezogen, da hat sie schon einen Großkonflikt mit Verdi vor der Tür. Seit Wochen bereitet die Führung des Krisen-Warenhauses die Belegschaft auf Schlimmeres vor: Der Aufsichtsratschef stellt die Schließung von Häusern in Aussicht; der Eigentümer Berggruen gibt zum Besten, er habe sich im Vergleich zu einem normalen Investor zu weich verhalten. Dass der Milliardär und Mäzen gleichwohl immer noch Millionen aus dem Unternehmen als Lizenzgebühr für den Namen herauszieht, sagt er nicht dazu.

Mag ja sein, dass ein Unternehmen mit Verlusten nicht in die Tarifbindung zurückkehren kann. Zur Entwicklung einer Zukunftsperspektive gehört aber mehr, als früheren Managern die Fehler zuzuschreiben. Zuweilen gehört auch dazu, Geld nachzuschießen. Eigentum verpflichtet. So weit geht Berggruens ethisches Verständnis vom Investieren nicht. Als Mäzen ist er besser.

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