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WAZ: Schwere Zeiten für die Deutsche Bank. Kommentar von Rolf Obertreis

Essen (ots) - Normal ist zurzeit wenig bei der Deutschen Bank. Da passt es, dass das Institut neun Tage vor dem eigentlichen Termin überstürzt die Ergebnisse für das vierte Quartal und das Geschäftsjahr 2013 auf den Tisch legt. Die Zahlen sind grottenschlecht, auch wenn die Vorstandssprecher Jürgen Fitschen und Anshu Jain ihr Haus im eigentlichen Bankgeschäft auf gutem Weg sehen. Eine Milliarde Euro Verlust im vierten Quartal sowie bescheidene Ergebnisse im Investmentbank- und Privatkundengeschäft belegen, wie weit die Deutsche Bank von ihren eigenen Ansprüchen entfernt ist. Fünf Milliarden Euro zur Beilegung von Rechtsstreitigkeiten in den vergangenen 18 Monaten, weitere Ermittlungen und drohende Strafen lassen wenig vom Kulturwandel erkennen, den Fitschen und Jain im Sommer 2012 versprochen haben. Ohnehin bleibt die Frage, welche teuren Altlasten aus der Ära von Josef Ackermann und aus der Zeit ans Tageslicht kommen, als Anshu Jain noch oberster Investmentbanker der Deutschen Bank war. Das Duo an der Spitze steht jedenfalls vor gewaltigen Herausforderungen. Das Vertrauen, das über Jahre mit fragwürdigen, oft sich am Rande der Legalität bewegenden Geschäften verspielt wurde, lässt sich so schnell nicht wiederherstellen.

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