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WAZ: Auch wer zu viel spart, verliert. Kommentar von Birgitta Stauber-Klein

Essen (ots) - Die Schlaglöcher. Die maroden Schulgebäude. Stillgelegte Sportplätze. In Essen, Bochum oder Duisburg bröselt es an allen Ecken und Enden. Die armen Städte im Ruhrgebiet schaffen es noch nicht einmal, an die Fördertöpfe des Bundes oder der EU zu kommen - weil sie den erforderlichen Eigenanteil nicht aufbringen können. Also sparen sie bis zur Schmerzgrenze, schließen in den Ferien nicht nur Kitas und Ämter, sondern auch Schwimmbäder und Bibliotheken.

Doch ob eine Stadt lebenswert ist oder nicht, das hängt in großem Maße von den Dienstleistungen ab, die sie bietet. Eine Stadt, die ausgerechnet in den Weihnachtsferien komplett dicht macht, ist - angelehnt an Berlins Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit - nicht arm, aber sexy, sondern einfach nur noch arm.

Auch Kämmerer sollten bei allem Spardruck abwägen, wo sie den Bogen überspannen. Ansonsten spielen sie mit dem Image, und das kann erst recht teuer werden. Denn wenn die Lebensqualität fehlt, wird es leichter, der Stadt einfach den Rücken zu kehren.

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