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WAZ: Mit beiden Beinen auf dem Boden - Kommentar von Rolf Obertreis

Essen (ots) - Es gab Börsenzeiten, da wären an solchen Tagen die Alarmglocken ertönt. Schließlich wurde am Dienstag wieder eine wichtige Marke geknackt, nachdem der Dax seit eineinhalb Jahren praktisch nur eine Richtung kennt. Und die zeigt nach oben. Und doch gibt es weder ein warnendes Geschrei, noch schwelgen Börsianer und Anleger in Überschwang und Euphorie. Ganz anders als zu Zeiten der Internetblase vor zehn Jahren. Im Bus, im Fitnessstudio und beim Kaffeekränzchen wurden damals die Papiere mit dem größten Kurspotenzial gehandelt. Ohne dass jemand auf die Zahlen der Firmen, auf Umsatz oder Gewinn geschaut hat. Keiner wollte den Börsenboom verpassen. Von diesem Hype ist heute nichts zu spüren. Viele Privatanleger halten sich von der Börse fern, auch Großinvestoren wie Versicherungen und Pensionsfonds sind vorsichtig. Das ist ein gutes Zeichen. Die krisenerprobten Aktienhändler stehen mit beiden Beinen auf dem Boden. 7000 Punkte müssen deshalb längst nicht das Ende der Fahnenstange sein. Dennoch sollte niemand nur auf Aktien setzen, sondern sein Vermögen breit streuen.

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