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WAZ: Ruhrgas muss sich sorgen - Kommentar von Stefan Schulte

Essen (ots) - Der Verkauf der Gazprom-Anteile mag für Eon strategisch richtig und der Kaufpreis von 3,4 Milliarden ein stolzer sein. Doch die Essener Tochter Ruhrgas kann dieses Geschäft noch teuer zu stehen kommen. Aller halbherzigen Beteuerungen zum Trotz, das ändere nichts an den Beziehungen zum russischen Gaslieferanten Gazprom. Natürlich ändert das eine ganze Menge für die Essener. Unter auch finanziell liierten Partnern verhandelt es sich für gewöhnlich leichter als mit normalen Lieferanten. Und mit verärgerten, im Zorn geschiedenen Ex-Partnern kann es mitunter richtig eisig zugehen. Mit russischen zumal. Wie schwer das Wort Putins beim russischen Monopolisten Gazprom wiegt, wissen auch seine Essener Kunden. Und wie hart Gazprom mit einmal unangenehm aufgefallenen Partnern zu verhandeln pflegt, lässt sich alljährlich beobachten, wenn die Ukraine im Ringen um günstigere Gaspreise allzu bockig wird. Beunruhigen muss Ruhrgas auch, mit welchem Tempo der neue Eon-Chef Teyssen seinen Strategiewechsel vollzieht. 15 Milliarden will er bis 2013 einsammeln. Da fehlt noch ein wenig.

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