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WAZ: PR-Schlacht in Duisburg - Stoppt die Rauswinder. Kommentar von David Schraven

Essen (ots) - Derzeit gibt es keine breite öffentliche Aufklärung über die Loveparade-Katastrophe in Duisburg. Stattdessen kommen nur häppchenweise Papiere ans Licht. Und es ist kaum verhüllt, welchem Zweck sie dienen.

Etliche dieser Dokumente werden von Public-Relation-Managern in einschlägigen Medien lanciert, um zu vertuschen, wer wirklich Verantwortung trägt. Der zuständige Innenminister Ralf Jäger (SPD) steht dem Treiben hilflos gegenüber. Er weiß sich nicht zu wehren, wenn scheibchenweise lanciert wird, die Polizei sei der Buhmann.

Primitiv wird es, wenn fast gleichzeitig die Stadt Duisburg und der Veranstalter über eine Million Euro für die Opfer versprechen. Diese Weißwaschversuche müssen aufhören. Alle tragen sie ihren Anteil an der Schuld.

Nur um auch die PR-Männer im Hintergrund daran zu erinnern, um was es wirklich geht: Menschen sind gestorben. Und ihre Mandanten tragen daran eine Mitschuld. Es geht darum, die Verantwortlichen zu benennen, nicht darum, anderen den Schwarzen Peter in die Schuhe zu schieben.

Es gibt nur einen Weg. Alles muss auf den Tisch. Die Opfer haben ein Recht darauf. Dies kann aber nur gelingen, wenn möglichst schnell ein Untersuchungsausschuss eingesetzt wird, um alle Unterlagen auszuwerten.

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