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WAZ: Theaterdonner aus München. Kommentar von Klaus Wille

Essen (ots) - So schnell geht das: Die WM ist noch keine Woche vorbei, da hat der Alltag den Fußball wieder. Und jeder denkt wieder an sich.

Angefangen mit dem Weltfußball-Verband Fifa, der für den 11. August einen Länderspieltermin angesetzt hat, den niemand wollen kann: Wer ist einen Monat nach Ende der WM scharf auf ein Freundschaftsspiel? Was sollen die Vereine sagen, die in ganz Europa in der Vorbereitung auf die neue Saison stecken - und deren WM-Teilnehmer dann erst wenige Tage im Training stehen werden?

Nun ist der Termin da. Schon ist der DFB im Spiel, der darauf verweist, dass die Partie in Dänemark der einzige Test vor Beginn der EM-Qualifikation ist. Soll man absagen? Soll der Bundestrainer ein Muster ohne Wert zulassen, indem er auf seine WM-Teilnehmer verzichtet?

Damit ist es mit den Eigeninteressen noch lange nicht vorbei. Münchens Trainer Louis van Gaal hat natürlich gute Gründe, den August-Termin zu kritisieren. Aber deshalb gleich eine "Lex Bayern" zu fordern?

Letztlich weiß auch Louis van Gaal, dass es nur eine Lösung geben kann: Man redet, jede Seite bemüht den gesunden Menschenverstand und am Ende steht eine Einigung, mit der die Nationalelf ihr Gesicht wahrt und mit der die Vereine leben können. Alles andere ist Theaterdonner. Momentaner Spielort: Volksbühne Bayern.

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