Westdeutsche Allgemeine Zeitung

WAZ: Der Streit um die Verkehrsverbünde - Der Wettbewerb hilft - Leitartikel von Dietmar Seher

Essen (ots) - In NRW sind jeden Tag sieben Millionen Menschen mit Bussen und Straßenbahnen, S- und Regionalbahnen unterwegs. Tendenz steigend. Sie pendeln auf Lebensadern des Landes. Das ist nicht mehr nur ein Zuschussgeschäft aus dem Steuersack. Ein gut besetzter Regionalexpress fährt tagsüber zwischen Dortmund und Köln mit Gewinn. Es geht also um viel Geld, wenn die Verkehrsverbünde die Bedienung der Strecken ausschreiben. Privatbahnen wie Abellio und Arriva bewerben sich. Und eben die Staatsbahntochter DBRegio. Gerade für die Staatsbahn ist Nordrhein-Westfalen eine Goldgrube. Sie will sie behalten. Nicht immer ist das gelungen. Im westfälischen Landesteil dominieren private Züge. Die Fahrgäste sagen: Pünktlich, sauber, bequem. Und dort, wo sich DBRegio der privaten Konkurrenz stellen muss, wird auch der Staatsbetrieb plötzlich ganz anders - pünktlich, sauber, bequem eben. Wettbewerb auf der Schiene hilft also den Kunden. Das muss so bleiben. Was immer das Land beabsichtigt: Ein NRW-Einheits-Verbund, wie er jetzt in Düsseldorf diskutiert wird, darf nicht den Interessen des Monopolisten Bahn AG dienen, wie zu befürchten ist. Sondern denen der Kundschaft.

Pressekontakt:

Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Zentralredaktion
Telefon: 0201 / 804-6528
zentralredaktion@waz.de

Original-Content von: Westdeutsche Allgemeine Zeitung, übermittelt durch news aktuell

Weitere Meldungen: Westdeutsche Allgemeine Zeitung

Das könnte Sie auch interessieren: