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WAZ: Was will Merkel später sagen? - Kommentar von Gerd Heidecke

Essen (ots) - Ein halbes Jahr vor der Bundestagswahl 2009 sagte Kanzlerin Merkel den Opelanern in Rüsselsheim ihre Überlebenshilfe zu, und der Parteifreund Ministerpräsident Rüttgers äußerte sich direkt danach so: "Jetzt ist für mein Gefühl völlig klar, dass die Bundesregierung alles tun wird, um Opel zu retten. Und NRW wird das unterstützen." Tatsächlich hat Deutschland das Unternehmen während der vorübergehenden Insolvenz der Muttergesellschaft GM gerettet. Gekostet hat dies - nichts. Der Überbrückungskredit wurde gut verzinst zurückgezahlt. Jetzt geht es um einen vergleichsweise läppischen Einsatz für das vorläufige Überleben und sanfte langfristige Auslaufen zweier Werke. Das ist nicht zu viel verlangt, um auch gegenüber Bochum und Eisenach das Versprechen einzulösen. Was will die Kanzlerin sagen, falls sie tatsächlich wie angekündigt Ende Juni wieder in Rüsselsheim auftritt? Kann sie dann wirklich mit der gleichen Überzeugung behaupten: "Wir haben alles getan, aber es ging nicht"? Oder will sie auch dann noch schweigen, vielleicht zusammen mit Rüttgers?

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