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WAZ: Anreize, aber kein Ruhekissen. Kommentar von Sabine Brendel

Essen (ots) - Wie wird denn nun Solarstrom künftig staatlich gefördert? Bürger, die Sonnenstrom auf ihrem Dach erzeugen möchten, müssen weiter auf Klarheit warten - der Bundesrat rief den Vermittlungsausschuss wegen der geplanten Förderkürzungen an. Das ist - trotz aller Unsicherheiten - verständlich.

Denn an der Förderung der jungen Wachstumsbranche hängen viele Arbeitsplätze: In der Solarindustrie - die ihren Schwerpunkt in Ostdeutschland hat - arbeiten bundesweit rund 60 000 Menschen. Und: Deutsche Solarfirmen verdanken den staatlichen Zuschüssen ihre weltweit führende Stellung auf diesem Zukunftsmarkt. Kein Wunder also, dass die Frage, wie stark Deutschland Solarstrom fördern soll, heiß diskutiert wird.

Diese Diskussion über die Höhe des "Schutzzauns" um die Branche ist in einer globalisierten Wirtschaft nötig. Die Fertigung wandert in Billiglohnländer wie China ab, die die Solarindustrie auch fördern. Das gefährdet Jobs in Deutschland, aber die Firmen trumpfen weiter mit Technikwissen auf. Daher sollte Förderung Anreize bieten, sich auf Stärken zu konzentrie

ren - aber kein Ruhekissen für die Branche sein.

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