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WAZ: Rot-rot-grüne Gespräche in NRW - Verstärkung für Linke. Kommentar von Walter Bau

Essen (ots) - Es klingt nach einem ungleichen Duell. Auf der einen Seite die erfahrenen, in zahllosen Polit-Schlachten gestählten Emissäre der SPD; ihnen gegenüber die Landtags-Neulinge der Linken, die gerade erst ihren Abgeordneten-Schreibtisch eingeräumt haben. So hat es wohl auch die Berliner Zentrale der Linkspartei gesehen und Ulrich Maurer, einen alten Politik-Kämpen, an den Rhein entsandt, um den Parteifreunden ab morgen beim gemeinsamen Sondieren mit der SPD zur Seite zu stehen.

Doch der Ex-SPD-Mann soll nicht nur die Unerfahrenheit der NRW-Linken ausgleichen. Maurer reist auch deshalb an, um seine Kollegen vom Rhein, die selbst in der eigenen Bundespartei als chaotische Truppe verschrien sind, von überzogenen Forderungen, die Rot-Rot-Grün in NRW schon im Ansatz scheitern lassen würden, abzuhalten.

Die Personalie zeigt vor allem: Die Partei meint es ernst, sie will die Regierungsbeteiligung in NRW unbedingt. Linke-Politiker im größten und wichtigsten West-Bundesland an den Schalthebeln der Macht - dies wäre für sie der Lackmustest, der im günstigsten Fall den Weg zu weiteren Regierungsbeteiligungen, bis hin nach Berlin, ebnen könnte. Ein Scheitern dagegen könnte den Anfang vom Ende der Linkspartei markieren.

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