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WAZ: Drängen und Drohen. Kommentar von Gerd Heidecke

Essen (ots) - Jetzt verlangt General Motors' Statthalter Nick Reilly von der deutschen Politik etwas, das der US-Konzern selbst im vergangenen Jahr auf das Gnadenloseste hintertrieben hat: eine schnelle Entscheidung über die Zukunft von Opel, diesmal in Form einer Zusage von Staatsbürgschaften in Höhe von immerhin 1,8 Milliarden Euro.

Denn die politische Welt kann nach dem Wahl-Sonntag in NRW eine andere sein. Eine Welt, in der das Thema Opel für die Berliner Politik eine Richtung Bedeutungslosigkeit geschrumpfte Rolle spielt. Besonders das Thema Opel im Revier.

Da bleibt dem Bochumer Betriebsratsvorsitzenden Rainer Einenkel im Abwehrkampf nichts anderes übrig, als den Untergang des einzigen Auto-Standorts im Ruhrgebiet zu beschwören. Aber alles Drängen und Drohen kommt zu spät. Es wird in dieser Woche kaum noch eine Entscheidung über Staatsknete für Opel geben.

Man kann dies für die betroffenen Menschen - wieder einmal - nur bedauern. Dass es überhaupt so weit gekommen ist, dafür liegen viele Gründe im kalkulierten Fehlverhalten von General Motors im vergangenen Jahr.

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